Neue Atemschutzgeräteträger für unsere Wehren ausgebildet
Donnerstag, 29. März 2007Kordel In einem rund drei Wochen dauernden Lehrgang wurden Feuerwehrangehörige aus der Verbandsgemeinde Trier-Land zu Atemschutz-Geräteträgern ausgebildet.
Die Atemschutz-Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr komplettiert mit ihren 35 Stunden Theorie und Praxis die Grundausbildung der überwiegend noch jungen Feuerwehrleute. Erst nach Ablegen der hierzu gehörenden Prüfung sind die Wehrleute auch im Ernstfall voll einsetzbar und können zur Menschenrettung in verqualmten Gebäuden eingesetzt werden.
Geistige und körperliche Fitness sind unabdingbar für die Ausbildung. So heißt es zu Beginn des Lehrganges erst noch einmal „die Schulbank drücken“ und „pauken“. Themen wie: Anatomie der Atmungsorgane, Chemie, Rechnen mit Druckangaben und Einsatzzeiten sowie Gerätekunde stehen auf dem Plan.
Nach dem noch sehr theoretischen Teil in der ersten Woche geht es dann direkt „ans Eingemachte“. Im Wald rund um Kordel geht es über Stock und Stein. Mit Maske und Atemschutzgerät geht es schweißtreibend bergauf und bergab.
Hier trennt sich traditionell die Spreu vom Weizen, denn es kommt immer wieder einmal vor, daß Teilnehmer die Ausbildung abbrechen, weil sie sich der Belastung nicht gewachsen fühlen.
Nach dem Besuch einer Atemschutz Übungsanlage kam es dann zum Höhepunkt des Lehrganges, dem schriftlichen Test mit folgender praktischer Abschlussübung.
Belastungsübung am Arm-Ergometer
Im praktischen Teil mussten die zwölf Wehrleute, aufgeteilt in Trupps den Keller der Kordeler Grundschule nach einer vermissten Person absuchen.
Um die Übung für die Suchenden realistischer zu gestalten wurde die Sichtscheibe der Atemschutzmasken mit einer Folie abgedeckt.
„Die Sicht ist für die Übenden nahezu bei Null, aber die Ausbilder sehen alles und können im Notfall jederzeit eingreifen“ erklärt Ralf Kinzig aus Trierweiler, der den Lehrgang als Kreisausbilder begleitete.
Durch Lärm und Gebrüll werden die Atemschutz-Neulinge von den Ausbildern während dieser Übung ständig auf einem hohen Stressniveau gehalten. Dies ist ausdrücklich gewollt, denn in dieser Situation machen die Lehrgangsteilnehmer dann die Fehler, aus denen sie sofort und nachhaltig lernen.
Bernhard Klein (stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur) und Wehrleiter Peter Heinz übergaben nach der Auswertung der Tests die Lehrgangsbescheinigungen. Sie dankten den 15 angetretenen Teilnehmern für die aufgewendete Freizeit. Von den 15 Teilnehmern haben neun die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Vier haben die Prüfung nicht bestanden, zwei brachen den Lehrgang vorzeitig ab.
Die frischgebackenen Atemschutz-Geräteträger der VG Trier-Land sind:
Daniel Wagner (Aach), Jörg Franzen, Jens Jäckels (Franzenheim), Fabian Hank (Newel), Christian Schwarz (Olk), Andreas Hastert (Ralingen), Michael Feltes, Stefan Wagner (Trierweiler) und Marc Conrad (Welschbillig)




