Unwetter in Luxemburg – Erwartete Flut im Sauertal bleibt aus
Donnerstag, 29. Mai 2008Am Donnerstag, 29.05. kam es im Großherzogtum Luxemburg zu einem schweren Unwetter. Blitz und Donner sowie Starkregen sorgten innerhalb kürzester Zeit für chaotische Zustände.
Die plötzlichen Regenmassen ließen den Stausee Esch/Súre innerhalb kurzer Zeit anschwellen und überlaufen. Als Vorsichtsmaßnahme ließen die luxemburgischen Behörden dort massiv Wasser ab. Ein erheblicher Pegelanstieg der Sauer wurde erwartet. In Deutschland ging man von einem erwarteten Pegelstand von 3,50m über dem Normalstand am Pegel in Bollendorf aus.
Pegel Bollendorf – Donnerstag, 29.05.2008 – gegen 20.00 Uhr
Dies hatte auch Auswirkungen auf die Gefahrenabwehr in der Verbandsgemeinde Trier-Land. Gegen 12.30 Uhr heulten die Sirenen – Es wurden die Feuerwehren Igel, Langsur, Metzdorf, Wintersdorf und Ralingen alarmiert. Die Führungsstaffel (Einsatzleitung der Verbandsgemeinde) trat zusammen und beriet Vorsorgemaßnahmen.
Die Feuerwehren trafen entspechende Vorkehrungen. In Wintersdorf und Langsur wurde Sand für Sandsäcke bereitgestellt – Sandsäcke wurden vorsorglich gefüllt. In Ralingen, Wintersdorf und Metzdorf wurden ufernahe Grundstücke überprüft und geräumt – Auf den Campingplätzen wurden Zelte abgebaut.
Anlieger von üblicherweise betroffenen Straßen wurden informiert. In Absprache mit den luxemburgischen Betreibern wurde das Wehr am Kraftwerk in Ralingen abgesenkt um Reserven für die herannahenden Wassermassen zu schaffen.
In Langsur brachte die Feuerwehr die Gelege von zwei Schwänen vor den steigenden Fluten in Sicherheit. Ein Trierer Spezialist für diese Tiere konnte leider nicht erreicht werden.

Den Naturgewalten einfach ihren Lauf lassen oder versuchen die Brut zu retten ?
Es wird sich rausstellen, ob der Rettungsversuch der bereits teilweise überfluteten Gelege erfolgreich war.
Insgesamt waren neben der Einsatzleitung fünf Feuerwehren mit 42 Mann und 10 Fahrzeugen im Einsatz.
Gegen 18:00 Uhr zeichnete sich ab, daß die erwartete Flutwelle vermutlich nicht in der zuvor angenommenen Höhe eintreten würde. In Absprache mit den Experten des Fachbereiches Wasserwirtschaft der SGD Nord konnte die Einsatzbereitschaft der Wehren vorläufig aufgehoben werden.
Wie sich die weitere Lage entwickeln wird bleibt abzuwarten. Weitere Gewitter sind möglich.







