Rettung aus der Tiefe – Jahreshauptübung der Feuerwehren der Gemeinde Zemmer

Schleidweiler – Daufenbach Die Jahreshauptübung der Fidei-Feuerwehren Schleidweiler, Rodt und Zemmer der Verbandsgemeinde Trier-Land fand am Wochenende bei der Daimlinger Mühle im Ortsteil Daufenbach statt.

Ein ausgedehnter Brand eines Gebäudes zwischen Kyll und der Eisenbahnlinie Trier-Gerolstein war Ausgangsszenario der diesjährigen Übung. Da sich der nächste Hydrant weit entfernt im Neubaugebiet jenseits der Gleise befand, wurde das Löschwasser aus der Kyll entnommen. Die Feuerwehren Schleidweiler und Rodt setzten hierzu ihre Tragkraftspritzen ein.

Die FF Schleidweiler bei der Wasserentnahme aus dem Mühlenbach einem Nebenarm der Kyll

Unzählige Schlauchleitungen wurden verlegt, „Verletzte“ von Feuerwehrleuten unter schwerem Atemschutz gerettet und die Wasserstrahlen aus den zahlreichen Strahlrohren, welche von den Wehrleuten gen Himmel gerichtet wurden, zeugten weithin sichtbar vom „Löscherfolg“.

Trotzdem es sich bei dem Anwesen um ein abgelegenes Einzelobjekt handelt, waren zahlreiche Zuschauer zugegen, die sich gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Feuerwehrführung die Großübung ansahen.

Atemschutz-Trupps rücken an - Ein Lüfter wird in vorgenommen

Traditionell folgte auf den Brandeinsatz eine Vorführung aus dem Bereich der technischen Hilfeleistungen. An der nahegelegenen Kyllbrücke, über die auch der Eifelsteig seinen Verlauf nimmt, galt es eine abgestürzte Person von einer Insel zu retten.

Fachkundig und sicher ging hierbei die Absturzsicherungsgruppe der Feuerwehrwehr Zemmer zu Werke. Ein Rettungsassistent und zwei Feuerwehrleute seilten sich von der Brücke zur verletzten Person ab.

Die Person wird mit der Schleifkorbtrage über die Leiter gerettet
Die Rettung erfolgte schließlich mittels einer Schleifkorbtrage und einer Steckleiter, über die die Person hinauf zum wartenden Rettungsdienst befördert wurde.

Insgesamt rund 80 Einsatzkräfte, darunter 13 Kräfte der DRK Ortsgruppe Zemmer zeigten den anwesenden Zuschauern eine kurzweilige Einsatzübung.

In der abschließenden Übungskritik dankten Vertreter von Ortsgemeinde und Ortsteilen den ehrenamtlichen Helfern für Ihr Engagement.

VG-Wehrleiter Peter Heinz stellte fest: „Die Anzahl der heute hier erschienenen Kommunalpolitiker spricht für den großen Stellenwert, den man den Feuerwehren in der Gemeinde Zemmer und ihren Ortsteilen beimisst“ – Er dankte besonders den Planern der Übung für die geleistete Vorarbeit.

Bürgermeister Wolfgang Reiland fiel insbesondere die gute Zusammenarbeit der Wehren im Bereich Atemschutz ins Auge – Augenzwinkernd merkte er an: „Schon lange habe ich keine Übung mehr gesehen, bei der so viel Wasser gespritzt wurde“

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