System der FW Trier-Land

An dieser Stelle möchten wir kurz das „System“, welches hinter der Arbeit der
Feuerwehr Trier-Land steckt für Außenstehende in groben Zügen erläutern:

Basis für die Arbeit der Feuerwehren sind Gesetze und Verordnungen. Hier das Landesgesetz- uber den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (LBKG) und die Feuerwehrverordnung (FwVO)

§1 der Feuerwehrverordnung (FwVO) Rheinland-Pfalz besagt:

Die Gemeindefeuerwehr ist so aufzustellen, daß sie in der Regel zu jeder Zeit und an jedem Ort ihres Zuständigkeitsbereichs innerhalb von acht Minuten nach der Alarmierung (Einsatzgrundzeit) wirksame Hilfe einleiten kann.

Die Verbandsgemeinde Trier-Land ist in sogenannte „Ausrückebereiche“ unterteilt. Ein Ausrückebereich erstreckt sich in der Regel auf das Gebiet der Ortsgemeinde oder Ortsteile.

Jede der 30 Feuerwehren der Verbandsgemeinde hat somit einen zugewiesenen Bereich, in dem sie originär zuständig ist und der von ihr binnen acht Minuten abgedeckt werden soll.

Da nicht alle Feuerwehren über Fahrzeuge mit Löschwassertank oder Zusatzbeladung für technische Hilfeleistungen größeren Umfanges verfügen, gibt es das System der Kräfteaddition.
Die Ortsfeuerwehr wird in der Regel durch eine zugehörige Schwer- oder Stützpunktfeuerwehr materiell und personell ergänzt. Dies stellt zudem sicher, daß auch tagsüber immer ausreichend Personal an der Einsatzstelle verfügbar ist.

In der Verbandsgemeinde Trier-Land sind die folgenden Wehren als Stütz- oder Schwerpunktfeuerwehren aufgestellt: Kordel, Langsur, Newel, Welschbillig, Zemmer

Ein praktisches Beispiel:

Zu einem Brandeinsatz in Butzweiler werden sowohl die örtlich zuständige Feuerwehr Butzweiler, als auch die Stützpunktfeuerwehr Newel alarmiert.
Die Feuerwehr Newel stellt mit Tanklöschfahrzeug und/oder Rüstwagen zusätzlich benötigtes Material und Personal zur Verfügung.

Außerdem wird der Wehrleiter oder sein Stellvertreter von jedem Einsatz in Kenntnis gesetzt.
Bei bestimmten Einsatzstichworten wird die Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) Trier-Land in Welschbillig sofort mitalarmiert und besetzt, um im Bedarfsfalle den Einsatzleiter vor Ort als sogenannte „rückwärtige Führungseinrichtung“ zu unterstützen.

Im Rahmen der sogenannten „überörtlichen Hilfe“ können Feuerwehreinheiten selbstverständlich an jedem anderen Ort eingesetzt werden, wenn sie dort benötigt werden. Beispiele: Großbrand oder Hochwasser