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Verkehrsunfall mit Gefahrstoffen auf der B51 bei Neuhaus

Montag, 25. Januar 2010

Am Montag, 25.01. kam es gegen 07.50 Uhr auf der B51 bei Neuhaus zu einem schweren Auffahrunfall.

Ein 33-jähriger LKW-Fahrer aus Russland befuhr er mit einem in Belgien zugelassenen LKW die B 51 in Fahrtrichtung Trier. In Höhe Neuhaus fuhr der 33-Jährige auf einen anderen LKW auf, der in einem Stau stand und schob diesen auf zwei davor stehende PKW.

Die Sattelzugmaschine des Unfallverursachers

Der Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Trierer Krankenhaus eingeliefert. Die Fahrer der übrigen beteiligten Fahrzeuge kamen mit dem Schrecken davon.

Die Erkundung der Feuerwehr ergab, daß sich auf der Ladefläche 32 Fässer mit einem Gefahrstoff befanden.
Der LKW war jedoch nicht als Gefahrstofftransport gekennzeichnet. Zur Abklärung der tatsächlichen Ladung und zur Feststellung der Unversehrtheit der Gefahrstoffgebinde wurde der Gefahrstoffzug des Landkreises Trier-Saarburg auf die B51 alarmiert.

Die Einsatzkräfte wurden mit Chemikalien-Schutzanzügen tätig

Als Gefahrstoff wurde ein Kobalt Metallgranulat festgestellt. Der Stoff reagiert mit Sauerstoff und kann Atemwegsreizungen hervorrufen. Der Australische Hersteller warnt vor krebserregender Wirkung von Stäuben und Dämpfen, welche bei der Bearbeitung / Handhabung des Stoffes entstehen können.

Die Ladung ist beim Aufprall verrutscht

Mit größtmöglicher Vorsicht wurde von den Einsatzkräften in Vollschutzanzügen der Auflieger des Sattelzuges weiter geöffnet und die Ladung untersucht. Neben verschiedenen Stückgütern fanden sich noch Fässer mit einer ungefährlichen Flüssigkeit und Säcke mit einem Pulver auf dem Auflieger.

Das Fahrerhaus wird mit der Rettungsschere geöffnet

Die Bundesstraße blieb für den ganzen Tag voll gesperrt. Die unmittelbaren Anwohner wurden vorsichtshalber über die Einsatzmaßnahmen informiert und gebeten, die Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Die Bergung der Ladung zog sich bis in die Abendstunden hin. Weil ein Teil der Fässer beschädigt wurde, musste eine Spezialfirma mit der Entsorgung beauftragt werden. Ein Abschleppdienst transportierte das LKW-Wrack sowie die geborgenen Stückgüter ab.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Aach, Newel, Sirzenich und Welschbillig, die Feuerwehr Einsatzzentrale und die Wehrleitung der Feuerwehr Trier-Land, der Gefahrstoffzug des Landkreises Trier-Saarburg, der Malteser Hilfsdienst aus Welschbillig sowie die Polizei.

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