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Newel: Großbrand in landwirtschaftlichem Betrieb

Montag, 21. Dezember 2009

Newel: Aus bislang ungeklärter Ursache kam es am Montag, 21. Dezember im Ortskern von Newel zu einem Brand eines landwirtschaftlichen Betriebes.

In einem zweigeschossigen Gebäude, welches zum Teil als Stall für Schweine genutzt wurde, kam es gegen 12.50 Uhr zu einem Brand, der sich rasch ausbreitete. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte es bereits im Dachgeschoss des Gebäudes in dem rund 2.000 Strohballen lagerten.

Beim Ablöschen des Strohs entstehen stets neue Flammen

Beim Ablöschen des Strohs entstehen stets neue Flammen


Die Feuerwehr konnte die Ausbreitung auf ein benachbartes Wohngebäude, welches ebenfalls über Stallungen verfügt verhindern.

Einsatzleiter Peter Heinz, der kurz nach der Feuerwehr Newel eintraf ließ sofort massiv nachalarmieren. Die Feuerwehren aus Aach, Welschbillig, Kordel, Butzweiler und Olk sowie die Atemschutzwerkstatt der VG Trier-Land wurden nach Newel beordert.

Als sich herausstellte, daß auch die Ressourcen dieser Wehren nicht ausreichen würden, wurde die Führungsstaffel der Verbandsgemeinde Trier-Land alarmiert und alle Wehrführer der VG-Feuerwehren per SMS-Alarmmierung gebeten, alle verfügbaren Atemschutzgeräteträger nach Newel zu entsenden.

Es gelang der Feuerwehr unter Mitwirkung des Landwirtes die rund 50 Schweine unbeschadet aus dem Stall im Erdgeschoss zu retten. Die Drehleiter der Feuerwehr Schweich wurde an der Gebäuderückseite in Stellung gebracht und zur Brandbekämpfung auf dem Dach eingesetzt.

Drehleiter im Einsatz

Drehleiter im Einsatz

Wegen Einsturzgefahr der hölzernen Zwischendecke mußte die Feuerwehr gegen 18.00 Uhr ihre Tatkik grundlegend ändern. Statt das Stroh im Innenangriff unter Atemschutz aus dem Gebäude auszuräumen, wurde das Gebäude geräumt und ein Bagger zur Einsatzstelle angefordert. Mit schwerem Gerät wurde schließlich die Giebelwand des Gebäudes eingerissen und das brennende Stroh konnte ohne weitere Gefährdung der Einsatzkräfte aus dem Dachgeschoss entfernt und abgelöscht werden.

Mit dem Bagger wurde die Wand eingerissen und Brandgut herausgefördert

Mit dem Bagger wurde die Wand eingerissen und Brandgut herausgefördert

Einen enormen logistischen Aufwand bewerkstelligten die Helfer: Mit Radladern musste das Brandgut auf bereitstehende Kipper verladen und von der Einsatzstelle fortgeschafft werden. Ferner musste mit Gülle kontaminiertes Löschwasser abgepumpt und entsorgt werden. Ein Überlaufen des Gemischs aus Gülle und Löschwasser in die Kanalisation oder Bäche konnte von der Feuerwehr erfolgreich verhindert werden. Verpflegung und Heißgetränke für 100 Einsatzkräfte mussten organisiert werden – Der Nachschub an Kraftstoff für die Pumpen und Aggregate sichergestellt werden.

Gülle wird mit Saugwagen abgefahren um einen Eintrag in Gewässer zu verhindern

Gülle wird mit Saugwagen abgefahren um einen Eintrag in Gewässer zu verhindern

Die Einsatzstelle wurde mit 2 großen Lichtmasten ausgeleuchtet. Die Löscharbeiten dauerten bei teils starkem Schneefall noch die ganze Nacht an.

Insgesamt kamen neben Polizei und Rettungsdienst rund 100 Einsatzkräfte aus 16 Feuerwehren mit 30 Fahrzeugen zum Einsatz.

Übersicht über die Eingesetzten Kräfte:

Feuerwehren aus: Aach, Butzweiler, Igel, Kordel, Langsur, Newel, Olk, Ralingen, Rodt, Schleidweiler, Sirzenich, Schweich, Trierweiler, Welschbillig, Wintersdorf, Zemmer, Führungsstaffel Trier-Land, Atemschutzwerkstatt Trier-Land, FEZ Trier-Land,

Polizei Schweich, Malteser Hilfsdienst Welschbillig, SEG, Verbandsgemeindewerke Abteilung Wasserwerk / Abwasserwerk, Winterdienst des Bauhof der Ortsgemeinde Newel