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Zerbrochenes Thermometer sorgt für Feuerwehreinsatz

Dienstag, 21. Dezember 2010

Trierweiler – Mit dem Einsatzstichwort „Gefahrstoffeinsatz“ wurden die Feuerwehren aus Trierweiler, Sirzenich und Newel am Dienstagabend gegen 20.33 Uhr in ein Wohnhaus im Neubaugebiet „In Philippsacht“ in Trierweiler alarmiert.

Aus einem zerborstenen Quecksilberthermometer war das flüssige und hochgiftige Metall ausgelaufen. Ein Ehepaar mit zwei vier Jahre alten Mädchen musste vom Rettungsdienst in ein Trierer Krankenhaus gebracht werden.

Die Feuerwehr betrat das Gebäude mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten. Mit Einwegspritzen wurde das ausgetretene Quecksilber aufgenommen. Die Räume wurden belüftet um Quecksilberdämpfe zu entfernen.

Ein Trupp bereitet sich für den Einsatz vor

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt unterstützen Experten der Berufsfeuerwehr Trier die Wehren der Verbandsgemeinde Trier-Land mit dem sogenannten „ABC-Erkunder“ – einem Spezialfahrzeug in dem Meßgeräte für das Aufspüren von gefährlichen Stoffen verlastet sind.

Mit Schutzanzügen ausgerüstete Trupps führten Messungen der Raumluft durch. Die Meßgeräte der Feuerwehr zeigten nach der gründlichen Lüftung der Wohnräume kein messbares Ergebnis mehr an.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Trierweiler, Sirzenich, Newel, sowie die Berufsfeuerwehr Trier, der Rettungswagen des Malteser-Hilfsdienst Welschbillig und die Polizei.

Verkehrsunfall mit Gefahrstoffen auf der B51 bei Neuhaus

Montag, 25. Januar 2010

Am Montag, 25.01. kam es gegen 07.50 Uhr auf der B51 bei Neuhaus zu einem schweren Auffahrunfall.

Ein 33-jähriger LKW-Fahrer aus Russland befuhr er mit einem in Belgien zugelassenen LKW die B 51 in Fahrtrichtung Trier. In Höhe Neuhaus fuhr der 33-Jährige auf einen anderen LKW auf, der in einem Stau stand und schob diesen auf zwei davor stehende PKW.

Die Sattelzugmaschine des Unfallverursachers

Der Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Trierer Krankenhaus eingeliefert. Die Fahrer der übrigen beteiligten Fahrzeuge kamen mit dem Schrecken davon.

Die Erkundung der Feuerwehr ergab, daß sich auf der Ladefläche 32 Fässer mit einem Gefahrstoff befanden.
Der LKW war jedoch nicht als Gefahrstofftransport gekennzeichnet. Zur Abklärung der tatsächlichen Ladung und zur Feststellung der Unversehrtheit der Gefahrstoffgebinde wurde der Gefahrstoffzug des Landkreises Trier-Saarburg auf die B51 alarmiert.

Die Einsatzkräfte wurden mit Chemikalien-Schutzanzügen tätig

Als Gefahrstoff wurde ein Kobalt Metallgranulat festgestellt. Der Stoff reagiert mit Sauerstoff und kann Atemwegsreizungen hervorrufen. Der Australische Hersteller warnt vor krebserregender Wirkung von Stäuben und Dämpfen, welche bei der Bearbeitung / Handhabung des Stoffes entstehen können.

Die Ladung ist beim Aufprall verrutscht

Mit größtmöglicher Vorsicht wurde von den Einsatzkräften in Vollschutzanzügen der Auflieger des Sattelzuges weiter geöffnet und die Ladung untersucht. Neben verschiedenen Stückgütern fanden sich noch Fässer mit einer ungefährlichen Flüssigkeit und Säcke mit einem Pulver auf dem Auflieger.

Das Fahrerhaus wird mit der Rettungsschere geöffnet

Die Bundesstraße blieb für den ganzen Tag voll gesperrt. Die unmittelbaren Anwohner wurden vorsichtshalber über die Einsatzmaßnahmen informiert und gebeten, die Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Die Bergung der Ladung zog sich bis in die Abendstunden hin. Weil ein Teil der Fässer beschädigt wurde, musste eine Spezialfirma mit der Entsorgung beauftragt werden. Ein Abschleppdienst transportierte das LKW-Wrack sowie die geborgenen Stückgüter ab.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Aach, Newel, Sirzenich und Welschbillig, die Feuerwehr Einsatzzentrale und die Wehrleitung der Feuerwehr Trier-Land, der Gefahrstoffzug des Landkreises Trier-Saarburg, der Malteser Hilfsdienst aus Welschbillig sowie die Polizei.

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